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Magiritsa, μαγειρίτσα (Aussprache: Majiritsa)

Die Magiritsa ist die traditionelle griechische Ostersuppe, die die gläubigen Griechen als erste Mahlzeit nach der Oster-Fastenzeit zu sich nehmen. Ostern ist das größte wichtigste Fest der orthodoxen Griechen. Traditionell schlachtet jede Familie ein Lamm und bereitet aus den Innereien des Tieres die Magiritsa. Kurz nach Mitternacht, also nach Auferstehung Christi, wird die Suppe dann im Familienkreise verzehrt. Tags darauf wird dann das übrige Lamm am Spieß gegrillt.

Die Suppe ist äußerst schmackhaft und besonders bekömmlich, gerade für die Verdauung nach einer Fastenzeit und daher zum Fastenbrechen ideal geeignet. Die Auswahl an Innereien kann Leber, Herz, Lunge, Milz und auch Nieren umfassen. Innereien vom Lamm werden bei uns eher selten angeboten. Man kann sie jedoch beim Fleischer vorbestellen. Innereien vom Rind und Geflügel findet man jedoch problemlos im Supermarkt.

Für mein Rezept habe ich Kalbsleber und Hühnerherzen verwendet. Kleiner Hinweis für Innereien-Skeptiker: ausprobieren, die Magiritsa schmeckt wirklich köstlich!

Zutaten (für 2-3 Personen)
1 Zwiebel
200g Lamm- oder Kalbsleber
200g Hühnerherzen
200g Blattspinat
1 Tasse Reis (Langkorn Spitzenreis)
1 Eigelb
½ Zitrone
Salz, Pfeffer

Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Leber und Hühnerherzen in kleine Stücke schneiden. Alles zusammen ca. 15 min unter Rühren in Öl andünsten. Dann mit reichlich Wasser oder Brühe aufgießen und mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Den Spinat (ich habe aufgetauten TK Blattspinat verwendet) in kleine Stückchen hacken und mit in den Topf geben. Deckel drauf und ca. 30 min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen. In einem separaten Topf den Reis in Brühe kochen.

Nach Ablauf der 30 min. die Leber und Herzen kosten. Sie sollten schön zart sein. Den Herd ausstellen und den Reis abgießen (er dürfte jetzt gar und schön weich sein). Eigelb vom Eiweiß trennen und in einer kleinen Schüssel mit dem Saft einer halben Zitrone mit einer Gabel verquirlen. Diese Mischung nennt man Avgolemono (Ei-Zitronen-Mischung). Unter sanftem Rühren die Eimischung unter die Suppe rühren – Topf vom Herd nehmen, das Ei könnte sonst stocken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren. Fertig.

Guten Appetit! Καλή Όρεξη!

 

Filmtipp: Die Bucht (The Cove) – Die oskarprämierte Dokumentation über das blutige Geschäft mit den Delphinen

In der griechischen Mythologie sind Delphine (Wikipedia/Delfine) die Tiere der Göttin Demeter (Wikipedia/Demeter). Sie ist dreifache Muttergöttin und verantwortlich für die Fruchtbarkeit der Erde und folglich des Saatguts, sowie der Jahreszeiten. Sie wird auch “Weise der Erde”, “Weise des Meeres” oder “Gerstenmutter” genannt. Dargestellt wird Demeter mit Weizenähre und Mohn; außerdem reitet sie auf Schwein und Delphin. Auf dem ältesten gefundenen Standbild, aus der “Schwarzen Höhle” (Mavrospelya) in Phiglaia (Arkadien), sieht man sie mit einem Mantel und Pferdekopf. Ihren Kopf umwinden gorgonische Schlangen. Eine Taube und ein Delphin begleiten sie.

Um Delphine geht es auch in der Oskar prämierten Dokumentation “Die Bucht”, die uns im übrigen sehr ergriffen hat. Daher dieser kurze Bericht zum Thema Delphine, denn im Alten Griechenland war das Jagen von Delphinen streng verboten, denn es war bekannt, dass sie Menschen mehrfach das Leben gerettet hatten. Auf das Verletzen oder gar Töten eines Deplhines stand die Todesstrafe.

Die schnellen Schwimmer ernähren sich von Fischen, Kalmaren und seltener auch Krustentieren. Die Behauptung der Japanischen Regierung in der Dokumentation “Die Bucht”, dass der Rückgang der Fangquoten an dem hohen Fischverbrauch von Delphinen liegt, ist allerdings vollkommen aus der Luft gegriffen. Ein Großteil der Welt weiß, das der Mensch und seine Überfischung der Meere zum Rückgang der Fangquoten führt, nicht der Delphin oder andere Wale.

Die Dokumentation “Die Bucht” beschäftigt sich mit einem Problem, das schon länger bekannt ist. Der ehemalige “Flipper” Trainer und mittlerweile passionierte Aktivist Ric O´Barry kämpft seit vielen Jahren für die Freiheit der Delphine. Ob Delphinarien wie Sea World oder das Töten von Delphinen, Ric O´Barry kämpft auf breiter Front.

Im vorliegenden Film macht er auf eine einzige kleine Bucht in Japan aufmerksam und zeigt mit Hilfe weiterer Delphinschützer die Grausamkeiten dieses Delphingeschäfts. Diese Bucht liegt an der Südostküste Japans, der Stadt Taiji. Tausende Delphine, vor allem Große Tümmler, werden in diese Bucht von Taiji getrieben.

Die schönsten und größten unter ihnen werden separiert und zu hohen Preisen an Delphinarien verkauft, wo sie ein unwürdiges Leben in einem Becken fristen. Die anderen werden abgeschlachtet und landen in den Kühlregalen. Die Ironie: die Delphine sind hochgradig Quecksilber verseucht und der Verzehr ihres Fleisches ist gesundheitsschädigend.

Die Auszeichnungspflicht bei japanischen Lebensmitteln ist jedoch nicht streng genug, als dass diese Tatsache bekannt sein würde. Zum Teil wird es nicht einmal als Delphinfleisch deklariert. Die japanische Regierung ließ das Fleisch teilweise kostenlos an Schulkantinen verteilen, wo es den Kindern serviert wurde. – Diese kurze Zusammenfassung nur als kleiner Appetithappen, der hoffentlich Hunger auf den gesamten Film macht!

Bleibt zu hoffen wir begreifen, dass wir nur diese eine Welt haben und Organisationen wie Ocean Care in ihren Aktionen unterstützen. Allein der Verzicht auf Thunfisch auf unserem Speiseplan, würde erhebliche Wirkung zeigen. Der vorherrschende Egoismus und die Ignoranz der Probleme, lassen jedoch diese grausame Industrie gedeihen.
……………………

‘Die Bucht – Tho Cove’ die oskarprämierte Dokumentation. Beängstigend, bedrückend, aufklärend. Ein Film den wirklich jeder sehen sollte.

Die Bucht – The Cove (2010)
Regisseur(e): Louie Psihoyos
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Euro Video – DVD
Spieldauer: 88 Minuten

 

 

‘Nachtfalter. Ein Fall für Kostas Charitos’ von Petros Markaris. Kostas Charitos zweiter Fall.

Nchtfalter - Ein Fall für Kostas Charitos, Petros MarkarisDie Meisten kennen von Griechenland nur den Strandurlaub, die feschen schwarzgelockten Barkeeper, das reichhaltige Essen, die brennende Sonne und den Check-in Schalter am Flughafen. Oder zu guter Letzt noch den „Athener Grill“ um die Ecke wo man bei Gyros mit Pommes in die Ferne schweifen kann.

Wen das echte Griechenland interessiert, weil er das Glück hatte einen Blick in die Seele dieses temperamentvollen Staates und seine Einwohner zu erhaschen, der wird die Bücher von Petros Markaris lieben. In jedem seiner Bücher über Komissar Kostas Charitos zeichnet er ein feines Bild der Menschen, der Um- und Missstände des Landes, seiner Geschichte und der daraus resultierenden gesellschaftlichen Ereignisse, Traditionen und Bräuche. An dieser Stelle bekenne ich mich als Markaris infiziert.

Zum zweiten Fall von Kostas werden gleich zwei Leichen serviert. Die eine wird während seines Urlaubs auf einer griechischen Insel durch einen Erdrutsch freigelegt, die zweite wird vor einem Athener Nachtclub erschossen. Aber was haben ein toter Schiedsrichter eines drittklassigen Fußballvereins und ein reicher, verschrobener Nachtclubbesitzer gemeinsam – nichts. Denkt zumindest Kosta zu Beginn und lässt sich zurück in Athen seinen Sesamkringel schmecken.

Doch die Nachforschungen und seine unverwüstliche Spürnase stoßen ihn bald auf versteckte Zusammenhänge zwischen beiden Fällen und so steht er immer wieder im Büro der Tochter des toten Nachtclubbestitzer, sucht das Gespräch mit der Witwe, für die er eine nicht zu leugnende Sympathie empfindet und der auch seine Frau Adriani erliegt. Langsam aber sicher arbeitet Kosta sich durch die Strutkuren der Mordfälle – nicht ohne wieder einmal Ärger mit Kriminaldirektor Gikas zu bekommen, der versucht die in die Fälle verstrickten Politiker zu besänftigen. Aber darauf gibt Kostas Charitos nicht viel.

Geldwäsche, Drogen, Eifersucht, streikende Müllabfuhren, Smog, der stotternde Mirafiori und die nervende Ehefrau, die am Ende doch immer Recht hat, begleiten Kosta und den Leser durch dieses Buch. Das ungeschminkte Griechenland – einfach wunderbar.

Nchtfalter - Ein Fall für Kostas Charitos, Petros MarkarisNachtfalter: Ein Fall für Kostas Charitos (Taschenbuch)
von Petros Markaris (Autor), Michaela Prinzinger (Übersetzer)
Taschenbuch: 553 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 7., Aufl. (März 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3257233537
Originaltitel: Amyna Zonis

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Maronen – Esskastanien (ψητἀ κἀστανα)

kas_1Zutaten:
Maronen
Butter

Gewürze:
Salz

Meine ersten Maronen bereite ich nach Rezept einer erfahrenen Griechin zu. Wichtig: Die Maronen mit einem Messer an der runden Seite kreuzförmig einritzen. Sonst würden sich die Maronen wie Popcorn verhalten und im Ofen explodieren und das kann schon ziemlich gefährlich werden.

Zur Zubereitung: Den Ofen auf 200 Grad vorheizen und die Maronen auf ein Rost oder Blech legen. Nun ist warten angesagt und nach ca. 15 – 20 Minuten können die Maronen dann herausgenommen werden (vorsicht sie sind wirklich sehr heiß!).

Zum Essen die Maronen von der Schale und der dünnen Haut befreien: auch hier nochmals der Hinweis – sie sind wirklich heiß!  Ein bisschen Salz und Butter darauf und genießen – eine wirkliche Leckerei die zur kalten Jahreszeit einfach dazu gehört.

Kali Orexi!

 

‘Annas Odyssee’ von Eve Makis

Annas Odyssee gleich bei amazon bestellenWer gerne erheiternde Bücher liest, die trotzdem Inhalt vermitteln, der sollte „Annas Odyssee“ lesen. Es handelt von einer griechischen, oder genauer zypriotischen Einwandererfamilie, die in Nottingham lebt und dort, wie soll es anders sein, einen Imbiss betreibt. Die Rollenverteilung der Familie ist klassisch: der Vater ist das Oberhaupt, zumindest lässt seine Frau ihn in dem Glauben, denn in Wirklichkeit, hat natürlich sie das Zepter in der Hand.

Der Sohn der Familie hat alle Freiheiten und die Tochter sollte schnellst möglich unter die Haube, denn Frauen und Bildung, das ist wie Wasser und Öl. Dazu gibt es noch, wir reden schließlich von einer griechischen Familie, eine Yiaya (Oma) und einige Tanten und Onkels und deren Kinder.

Anna, von deren Odyssee hier die Rede ist, denkt nicht daran, sich den Vorstellungen ihrer Mutter zu unterwerfen. Sie will studieren und sich ihren Partner gefälligst selbst aussuchen. Die einzige aus der Familie, die sie versteht ist ihre Großmutter. Mit ihr verbringt Anna viel Zeit, lässt sich in die Geheimnisse des Kaffeesatzlesens einweisen und fühlt sich wohl, mit all den Ritualen und dem Aberglauben, den ihre Yiaya aus Zypern mitgebracht hat.

Besonders gefällt mir die Beobachtungsgabe der Autorin und die Beschreibung der Charaktere sowie deren Dia- oder wie bei Griechen üblich Monologe. Im Imbiss gibt es häufig Stress mit einigen Kunden und Annas Mutter, die nur rudimentäre Englischkenntnisse ihr eigen nennt, flucht stets wie ein Berserker, was sie mir ungemein sympathisch macht. Da Griechen im Regelfall etwas lauter sind, gibt es natürlich auch Streit mit den Nachbarn, die sich über Lärm und alles andere beschweren, was Annas Familie so macht.

Auch sehr schön sind die vereinzelten Rezepte, die am Anfang einiger Kapitel zu finden sind. Essen ist immer ein Thema bei Griechen und deswegen dürfen auch literarische Ausführungen darüber nicht fehlen. Eine Stelle im Buch möchte ich als Appetithäppchen gern wiedergeben. Einen Tag vor dem Dreikönigsfest bereitet Annas Oma Logmathes zu.

“…Niemand darf sie essen, bis Yiaya eine Schale davon nach draußen gebracht und versucht hat, sie aufs Dach zu werfen, wo boshafte Geister namens Kaliganziari angeblich darauf warten, ihren Hunger zu stillen und weiterzuziehen. Yiaya hat nicht die Kraft, die Teigbällchen viel höher zu werfen als bis zum Fensterbrett von Tinas Schlafzimmer, daher hilft ihr Andy mit einem improvisierten Katapult aus. Es bereitet ihm großes Vergnügen, das Dach mit Logmathes zu übersäen, während Mrs. P. wutschnaubend hinter ihren Netzgardinen steht. Wenn sie mit unserem Dach fertig ist, wirft Yiaya jedes Mal eine gute Hand voll von den Bällchen über den Gartenzaun, um auch das Nachbargrundstück von Dämonen zu befreien, eine gute Tat, die einzig dazu führt, die Bewohner von Nummer sechsundsechzig zu dämonisieren und zu mehreren Seiten giftiger Prosa hinzureißen…” (Zitat aus „Annas Odyssee“ von Eve Makis, vollst. Taschenbuchausgabe 1. Auflage: Oktober 2005, S.264.)

Lena

annasodysseeAnnas Odyssee (Taschenbuch)
von Eve Makis (Autor), Michaela Link (Übersetzer)
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1. (2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3404153893

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To „Mati” – das blaue Auge und der böse Blick (Nazar)

Bevor sich Griechen in meinem Freundeskreis befanden, kannte ich das „blaue Auge“ nur von türkischen Bekannten. Bei ihnen trägt es den Namen „Nazar“, was auf arabisch einfach nur „Blick“ bedeutet. Tatsächlich hat das „blaue Auge“, welches vor dem Bösen Blick anderer Menschen schützen soll, seinen Ursprung bei den Turkvölkern. Durch die Seldschuken und Osmanen verbreitete es sich in deren gesamten Einflussgebiet. So gelang das Auge in den Nahen Osten, Balkan, den Kaukasus und folglich auch nach Griechenland.

Auf griechisch „Mati“ (Auge) genannt, soll das meist aus Glas hergestellte Amulett den „bösen Blick“ abwehren. „Böser Blick“ bedeutet vor allem der Neid anderer in allen denkbaren Lebenslagen. Das „Mati“ wird schon Babys mit einer Sicherheitsnadel an den Strampler geheftet, bekommt seinen Platz am Kinderwagen, am Rückspiegel des Autos, in Wohnungen und natürlich als Schmuckstück oder Schlüsselanhänger. Geht ein „Mati“ kaputt, bedeutet dies bloß, dass es zuverlässig seinen Dienst getan hat und es wird durch ein neues ersetzt.

Weltweit ist der Glaube an den bösen Blick weit verbreitet und es gibt verschiedenste Methoden sich gegen Neid und Böse Blicke zu schützen. Ich persönlich habe eigentlich nicht daran geglaubt und mir gesagt, es sei bloß Aberglaube, doch mittlerweile haben sich so einige „Matia“ (Plural von “Mati”) in mein Leben eingeschlichen. Eines ist an meinem Schlüsselbund, ein anderes an der Wohnungstür und ich habe eine Kette mit einem Anhänger geschenkt bekommen. Ich würde nicht sagen, dass ich es zum Leben brauche, aber ich fühle mich mittlerweile wohl mit meinem „Mati“ und glaube tatsächlich daran, dass es mich schützt. Auch wenn man es nur als Metapher für Schutz und Segen verstehen möchte, bedeutet es eben ein Symbol für Sicherheit, ein Grundbedürfnis jedes Menschen.

Zimt und Koriander (Πολίτικη Κουζίνα – Politiki kouzina)

Zimt & KorianderBesonders einfühlsam und sanft erzählt dieser Film zwischen den Zeilen von den Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei, von Konstantinopel und Istanbul und nicht zuletzt von Zypern. Durch die Geschichte des Astrophysikers Fanis erfährt der Zuschauer, wie es den Griechen in Istanbul ging, wie sie die Stadt verließen und einen Teil ihrer Heimat verloren. Fanis Großvater betrieb in Istanbul ein Lebensmittelgeschäft und lehrte den kleinen Fanis die Geschichten der Gewürze. Er und seine Freundin saßen als Kinder oft zwischen den vielen duftenden Säcken und spielten.

Als er mit seinen Eltern die Stadt verlassen muss und sein Großvater zurücklässt, beginnt er in der neuen Heimat Griechenland, heimlich zu kochen. Er verfeinert Mutters Gerichte mit einer Prise Zimt und schleicht sich nachts in die Küche, um neue Gerichte auszuprobieren. Auf seine Art hält er die Verbindung zum Großvater aufrecht.

Jahre später, als Fanis längst erwachsen ist und der Großvater den er seither nicht mehr gesehen hat erkrankt, erinnert er sich an all das. Er reist zurück nach Istanbul und begegnet dort Fremdem und Vertrautem und beginnt seine Geschichte endlich zu verstehen…

Zimt & Koriander (DVD-Tipp)Zimt und Koriander (Politiki Kouzina) -DVD
Drama – Griechenland/Türkei 2003
Darsteller: Georges Corraface, Ieroklis Michaelidis, Reina Louizidou
Regisseur(e): Tassos Boulmetis
Spieldauer: 102 Minuten

 

 

‘Hellas Channel. Ein Fall für Kostas Charitos’ von Petros Markaris. Kostas Charitos erster Fall.

hellas_channelMeine erste Begegnung mit Kostas Charitos war so wunderbar, dass ich seitdem jedes von Charitos neuen Abenteuern nicht gelesen, sondern verschlungen habe! Kostas Charitos ist der Protagonist aus Petros Markaris Kriminalromanen. Ein launischer Athener Grieche, der das Amt des Hauptkomissars bei der Mordkommission bekleidet und ein elender Sturkopf ist.

Croissant und Kaffee bilden sein Frühstücksritual, außerdem bezeichnend für Charitos ist sein alter Mirafiori, mit dem er sich eisern durch den Smog Athens kämpft. Eine weitere Vorliebe sind Lexika. Dort schlägt er, auf dem Bett liegend und die Schuhe noch angezogen, Wörter nach die sich meist um einen seiner Fälle drehen und ihm so manches Mal eine neue Sicht auf die Dinge eröffnen.

Seine Frau hingegen guckt leidenschaftlich gerne Schnulzserien im Fernsehen und jammert über ihre geliebte Tochter Katerina die nicht wie eine anständige Griechin kocht und endlich heiratet, sondern promoviert und in Thessaloniki wohnt.

Im ersten Roman „Hellas Channel“ flucht Charitos über zwei ermordete Albaner, deren Fall er hoffentlich bald ad Acta legen kann. Leider macht ihm mal wieder seine Neugierde einen Strich durch die Rechnung, die die nervige Reporterin Janna Karajorgi in ihm weckt. Warum stellt die arrogante Frau ihm die Frage, ob die Albaner Kinder gehabt hätten? Wen interessieren eigentlich Albaner? Als Kostas nach Feierabend die Nachrichten gucken will, erfährt er von  Karajorgis plötzlichem Tod. Im selben Moment klingelt das Telefon und Gikas ist dran…..

Lesen dringend erforderlich! Lena

channelHellas Channel von Petros Markaris
Taschenbuch: 463 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 12., Aufl. (September 2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257232829
ISBN-13: 978-3257232820
Originaltitel: Nychterino Deltio

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Nescafé Frappé – Kalter Kaffee

Frappé_kleinZutaten:
Instant Kaffee (Nescafé Classic)
Wasser
Milch
Eiswürfel
Zucker

Wer schon mal in Griechenland war kennt auch Frappé. Ich habe meinen ersten Frappé auf Kreta getrunken in einem klitzekleinen Dorf namens Pitsidia.

Die Geschichte dieses griechischen Nationalgetränks ist im Gegensatz zu seiner heutigen Berühmtheit recht unscheinbar. 1957 stellte Nestlé ein neues Produkt bei einer Messe in Thessaloniki vor: ein schokoladenhaltiges Getränk für Kinder das man in Milch auflösen und mit einem Shaker mischen musste.

Ein Angestellter von Nestlé, leidenschaftlicher Instant-Kaffee Trinker, konnte während der Messe kein heißes Wasser auftreiben und kam auf die Idee sein Kaffeepulver mit kaltem Wasser und Zucker zu shaken und gebar auf diesem Weg den ersten Café Frappé Griechenlands.

Wer schon mal in Griechenland in einem Verwaltungsgebäude war, kann sich an der ungeheuren Menge an leeren Frappé Gläsern erfreuen welche die Angestellten ungeniert auf allen Fenstersimsen und Heizkörpern stapeln, bis sich jemand erbarmt und sie wegräumt. Was allerdings eher selten vorkommt. Die Griechen trinken den kalten Kaffee vor allem im Sommer wie andere Leute Wasser.

Nescafé Frappé® - Nestlé Und so einfach wird´s gemacht: man nehme ein großes Glas und gebe einen gehäuften Teelöffel Instant Kaffee hinein. Wer möchte gibt Zucker dazu: „sketos“ – ohne Zucker, „metrios“ – gehäufter Teelöffel Zucker, „glykos“ – zwei gehäufte Teelöffel Zucker. Jetzt kommt ungefähr zwei Finger breit kaltes Wasser dazu und nun wird der Mixer gezückt. Man kann einen einfachen Milchaufschäumer dazu benutzen.

Wenn sich ein schöner fester Schaum bildet und das Glas bis zur Hälfte gefüllt ist kann die Milch dazu gegeben werden wenn man möchte. Nun ein paar Eiswürfel hinein und den Rest mit eiskaltem Wasser auffüllen. Mmmhhh! Im Übrigen kann man auch als i-Tüpfelchen eine Kugel Vanille Eis dazu geben.

‘Eleni’ von Nicholas Gage

Cover Eleni von Nicholas Gage (Lena) Dies war eines meiner ersten Bücher, geschrieben von einem griechischen Autor und dazu noch über ein erschreckendes Kapitel der Geschichte Griechenlands. Es ist eines der besten Bücher die ich bisher je gelesen habe.  Nicholas Gatzoyiannis alias Nicholas Gage erzählt die Geschichte seiner Familie in Griechenland zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges und dem anschließenden Griechischen Bürgerkrieg. Es ist vor allem die Geschichte seiner Mutter Eleni, die im Epirus in dem Dorf Lia mit ihrer Familie in einer traditionell von Männern bestimmten Gesellschaft lebt.

Mit einer atemberaubenden Intensität schildert Gatzoyiannis wie seine Mutter versucht ihn und seine Schwestern durch die Wirren und Ereignisse des Krieges zu bringen, um ihnen eine Zukunft im fernen Amerika zu ermöglichen. Dort lebt Eleni`s Mann mit der Hoffnung die Familie bald nachzuholen. Eleni muss sich selbst durchschlagen und versuchen die Bedrohung durch die „Andarte´s” abzuwenden. Diese griechischen Widerstandskämpfer entführten systematisch griechische Kinder („Pädomasoma”), um ihnen in Ostblockländern einer kommunistischen Erziehung zu unterziehen. Viele von ihnen kamen erst viele, viele Jahre später wieder zurück in die Heimat.

Das Buch erzählt die Geschichte einer unpolitischen Familie deren Leben durch politische Geschehnisse gebeutelt wird. Nicholas Gatzoyiannis oder Nicholas Gage, wie er sich nennt, lebt heute in Amerika und schrieb mit „Eleni“ 1983 einen Bestseller, der in 32 Sprachen übersetzt wurde. 1985 wurde das Buch mit John Malkowich in der Hauptrolle erfolgreich verfilmt. In dem Buch „Elenis Kinder“ wird die Geschichte seiner Familie in Amerika fortgesetzt.

Unbedingt lesen!

eleni_SL160Eleni von Nicholas Gage
Taschenbuch: 528 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 1987)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423107332
ISBN-13: 978-3423107334

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