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Magiritsa, μαγειρίτσα (Aussprache: Majiritsa)

Die Magiritsa ist die traditionelle griechische Ostersuppe, die die gläubigen Griechen als erste Mahlzeit nach der Oster-Fastenzeit zu sich nehmen. Ostern ist das größte wichtigste Fest der orthodoxen Griechen. Traditionell schlachtet jede Familie ein Lamm und bereitet aus den Innereien des Tieres die Magiritsa. Kurz nach Mitternacht, also nach Auferstehung Christi, wird die Suppe dann im Familienkreise verzehrt. Tags darauf wird dann das übrige Lamm am Spieß gegrillt.

Die Suppe ist äußerst schmackhaft und besonders bekömmlich, gerade für die Verdauung nach einer Fastenzeit und daher zum Fastenbrechen ideal geeignet. Die Auswahl an Innereien kann Leber, Herz, Lunge, Milz und auch Nieren umfassen. Innereien vom Lamm werden bei uns eher selten angeboten. Man kann sie jedoch beim Fleischer vorbestellen. Innereien vom Rind und Geflügel findet man jedoch problemlos im Supermarkt.

Für mein Rezept habe ich Kalbsleber und Hühnerherzen verwendet. Kleiner Hinweis für Innereien-Skeptiker: ausprobieren, die Magiritsa schmeckt wirklich köstlich!

Zutaten (für 2-3 Personen)
1 Zwiebel
200g Lamm- oder Kalbsleber
200g Hühnerherzen
200g Blattspinat
1 Tasse Reis (Langkorn Spitzenreis)
1 Eigelb
½ Zitrone
Salz, Pfeffer

Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Leber und Hühnerherzen in kleine Stücke schneiden. Alles zusammen ca. 15 min unter Rühren in Öl andünsten. Dann mit reichlich Wasser oder Brühe aufgießen und mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Den Spinat (ich habe aufgetauten TK Blattspinat verwendet) in kleine Stückchen hacken und mit in den Topf geben. Deckel drauf und ca. 30 min. bei niedriger Temperatur köcheln lassen. In einem separaten Topf den Reis in Brühe kochen.

Nach Ablauf der 30 min. die Leber und Herzen kosten. Sie sollten schön zart sein. Den Herd ausstellen und den Reis abgießen (er dürfte jetzt gar und schön weich sein). Eigelb vom Eiweiß trennen und in einer kleinen Schüssel mit dem Saft einer halben Zitrone mit einer Gabel verquirlen. Diese Mischung nennt man Avgolemono (Ei-Zitronen-Mischung). Unter sanftem Rühren die Eimischung unter die Suppe rühren – Topf vom Herd nehmen, das Ei könnte sonst stocken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren. Fertig.

Guten Appetit! Καλή Όρεξη!

 

Maronen – Esskastanien (ψητἀ κἀστανα)

kas_1Zutaten:
Maronen
Butter

Gewürze:
Salz

Meine ersten Maronen bereite ich nach Rezept einer erfahrenen Griechin zu. Wichtig: Die Maronen mit einem Messer an der runden Seite kreuzförmig einritzen. Sonst würden sich die Maronen wie Popcorn verhalten und im Ofen explodieren und das kann schon ziemlich gefährlich werden.

Zur Zubereitung: Den Ofen auf 200 Grad vorheizen und die Maronen auf ein Rost oder Blech legen. Nun ist warten angesagt und nach ca. 15 – 20 Minuten können die Maronen dann herausgenommen werden (vorsicht sie sind wirklich sehr heiß!).

Zum Essen die Maronen von der Schale und der dünnen Haut befreien: auch hier nochmals der Hinweis – sie sind wirklich heiß!  Ein bisschen Salz und Butter darauf und genießen – eine wirkliche Leckerei die zur kalten Jahreszeit einfach dazu gehört.

Kali Orexi!

 

Nescafé Frappé – sicherlich auch in Deiner Nähe

Nescafé Frappé Im Artikel Nescafé Frappé – Kalter Kaffee wurde über die Art und Weise kalten Kaffee zu trinken berichtet. Viele Anfragen erreichten uns mit der Bitte Orte und Einkaufsmöglichkeiten zu nennen. Nun, die Nescafé Classic Variante ist in der Tat etwas schwieriger zu finden.

Doch dafür gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten bereits spezielle Frappé Mischungen. Nescafé selber bietet den Frappé als “Eiskaffee” an. Theoretisch könnte man jeden Instant-Kaffee benutzen, doch aus eigener Erfahrung kann ich, so wie viele andere auch, nur sagen: der echte Frappé ist wirklich der Leckerste. Hier muss jedoch jeder für sich entscheiden – Geschmäcker sind ja verschieden.

Also, ausprobieren und berichten! Wir freuen uns auf Eure Erfahrungsberichte und Meinungen. Bei den derzeit tropischen Temperaturen bleibt mir nur noch zu sagen: genießt die Sonne und Euren Frappé!

Nescafé Frappé – Kalter Kaffee

Frappé_kleinZutaten:
Instant Kaffee (Nescafé Classic)
Wasser
Milch
Eiswürfel
Zucker

Wer schon mal in Griechenland war kennt auch Frappé. Ich habe meinen ersten Frappé auf Kreta getrunken in einem klitzekleinen Dorf namens Pitsidia.

Die Geschichte dieses griechischen Nationalgetränks ist im Gegensatz zu seiner heutigen Berühmtheit recht unscheinbar. 1957 stellte Nestlé ein neues Produkt bei einer Messe in Thessaloniki vor: ein schokoladenhaltiges Getränk für Kinder das man in Milch auflösen und mit einem Shaker mischen musste.

Ein Angestellter von Nestlé, leidenschaftlicher Instant-Kaffee Trinker, konnte während der Messe kein heißes Wasser auftreiben und kam auf die Idee sein Kaffeepulver mit kaltem Wasser und Zucker zu shaken und gebar auf diesem Weg den ersten Café Frappé Griechenlands.

Wer schon mal in Griechenland in einem Verwaltungsgebäude war, kann sich an der ungeheuren Menge an leeren Frappé Gläsern erfreuen welche die Angestellten ungeniert auf allen Fenstersimsen und Heizkörpern stapeln, bis sich jemand erbarmt und sie wegräumt. Was allerdings eher selten vorkommt. Die Griechen trinken den kalten Kaffee vor allem im Sommer wie andere Leute Wasser.

Nescafé Frappé® - Nestlé Und so einfach wird´s gemacht: man nehme ein großes Glas und gebe einen gehäuften Teelöffel Instant Kaffee hinein. Wer möchte gibt Zucker dazu: „sketos“ – ohne Zucker, „metrios“ – gehäufter Teelöffel Zucker, „glykos“ – zwei gehäufte Teelöffel Zucker. Jetzt kommt ungefähr zwei Finger breit kaltes Wasser dazu und nun wird der Mixer gezückt. Man kann einen einfachen Milchaufschäumer dazu benutzen.

Wenn sich ein schöner fester Schaum bildet und das Glas bis zur Hälfte gefüllt ist kann die Milch dazu gegeben werden wenn man möchte. Nun ein paar Eiswürfel hinein und den Rest mit eiskaltem Wasser auffüllen. Mmmhhh! Im Übrigen kann man auch als i-Tüpfelchen eine Kugel Vanille Eis dazu geben.

Marias Tzaziki nach Hausfrauenart

Marias Zutate für das TzazikiZutaten:
1 Gurke
2 Zwiebeln
4 Zehen Knoblauch
500 gr. Speisequark
500 gr. Joghurt
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Arbeitsmaterial:
1 Schneidemesser
1 Schälmesser
1 Löffel
1 Schneidebrett
1 Knoblauchpresse
1 Quirl
1 Küchenschneider
1 Schüssel

Das Rezept ist schnell zubereitet, hier nun die einzelnen Schritte in Kurzform. Zuerst die Gurke waschen, abtrocknen und schälen. Je nach Größe der Gurke, in drei gleichgroße Stücke schneiden und mit der Reibe raspeln. Wichtig: gut abtropfen lassen, da das Wasser der Gurke sonst das Tzaziki verwässert. Den Speisequark und den Joghurt in die Schüssel geben und gut vermengen. Nun nach eigenem Geschmack salzen und pfeffern. Die Zwiebeln in kleine Stücke hacken, dann den Knoblauch schälen, pressen und beides unterrühren. Die gut abgetropfte Gurke hinzufügen und alles gut umrühren. Letztendlich das gute griechische Olivenöl hinzugeben. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Die Mischung macht´s.

Fertig!

Ein schnelles Rezept eben, ganz nach Hausfrauenart. Ob zu Brot, Kartoffeln oder Fleisch, fakt ist, es darf bei keinem griechischen Abend fehlen. Und bitte: ein Tzaziki ohne Knoblauch ist wie ein Evzone ohne Rock. Deshalb meine Lieben: Knutschen im Anschluss nur mit Leuten die auch mit am Tisch saßen und mitgegessen haben.  ;-)

Bis bald Eure Maria.

 

Gemista – Gefüllte Paprika

Gemista - Gefüllte Paprika Zutaten:
4 Paprika
4 Tomaten (groß)
200g Langkornreis
200g gem. Hack
2 Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe

Gewürze:
Salz
Pfeffer
Oregano
Olivenöl
Brühe
Tomatenmark

Für die sehr leckeren gefüllten Paprika und Tomaten als erstes das Gemüse waschen. Da ich am liebsten die Paprikas mag habe ich die Tomaten weggelassen. Mit ihnen verfährt man genauso wie mit den Paprikas. Einen Deckel von den Paprikas schneiden und beiseite legen. Das Innere mit den Händen oder einem kleinen Löffel herausholen. Aus dem Inneren der Tomaten kann man später mit Olivenöl, Essig, Knoblauch, Salz und Peffer einen leckeren Dip machen, den man mit Weißbrot essen kann.

Zurück zu den Gemista: Zwiebel und Knoblauch klein schneiden und mit dem Hackfleisch scharf anbraten. Salzen und Pfeffern und beiseite stellen. In der selben Pfanne, kann nun der Reis angebraten werden. Nach und nach heißes Wasser dazu geben, so dass der Reis immer etwas Flüssigkeit zum köcheln hat. Mit Brühe (bei Aldi Nord gibt es Bio Brühe ohne Glutamat und Hefeextrakt) und Oregano, Salz und Pfeffer würzen. Wenn der Reis gar ist kann er mit dem Hackfleisch vermischt werden. Mit den Gewürzen und nach Belieben mit etwas Tomatenmark abschmecken. Nun die Paprikas und Tomaten bis zum Rand füllen und die Deckel darauf setzen. In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und in dünne Schnitze schneiden.

Eine Auflaufform mit Olivenöl einfetten, das Gemüse darin platzieren und die Lücken mit den Kartoffeln auffüllen. Nochmals salzen und pfeffern. Mit dem übriggebliebenen Tomatensaft, etwas Wasser und ein bisschen Olivenöl auffüllen. Im vorgeheizten Ofen bei ca. 180-200° zwischen 60-80 min garen. Wenn nötig etwas Flüssigkeit nachgießen und wenn die Deckel braun werden, die Form mit Alufolie abdecken. Ich persönlich nehme immer etwas weniger Öl, weil ich es nicht so fettig mag.

Kali Orexi!

Choriatiki salata – Griechischer Bauernsalat

Choriatiki Salata Zutaten:
1 Salatgurke
5 Tomaten
1 kleine rote Zwiebel/Schalotte
1 paar Kalamata Oliven
1 bisschen Feta

Gewürze:
Salz
Pfeffer
Oregano
Olivenöl
Weißwein Essig

Für einen leckeren griechischen Salat ist am aller wichtigsten das dass Gemüse von guter Qualität ist. Denn wenn Tomaten und Gurke wässrig schmecken kann auch der beste Koch nichts mehr ausrichten. Die Gurke also halbieren und dann in großzügige Stücke schneiden. Die Griechen neigen dazu recht große Stücke in den Salat zu werfen. So manches Mal habe ich mich schon gefragt, warum sie nicht gleich die ganze Tomate auf den Teller legen. Die Tomaten Achteln und die Stielansätze abschneiden.

Dann die Zwiebel pellen und halbieren. Mit einem scharfen kleinen Messer schmale, dünne Schnitze aus der Hand auf das Gemüse schneiden. Diese Methode habe ich mir bei einer Griechin abgeguckt und es funktioniert bestens. Sonst werden die Zwiebeln meist zu dick oder man hat diese unkontrollierbaren Ringe, die immer wieder von der Gabel hopsen. Ein paar Oliven nach Belieben dazu geben. Hier ist wichtig, dass es Kalamata Oliven sind. Nur die schmecken schön salzig und passen perfekt zum griechischen Salat.

Wer möchte kann ein paar Brösel Feta über den Salat streuen, aber nicht zu viel. Beim Feta darauf achten das es nicht hart gepresster Weißkäse ist sondern richtiger Schafs- oder Ziegenkäse. Jetzt ein bisschen Oregano über den Salat streuen, Salz und Pfeffer sowie ein Schuss Essig und Olivenöl. Immer ein bisschen mehr Öl als Essig nehmen, einfach ausprobieren. Die Griechen benutzen hellen Essig und so gut wie nie dunklen Balsamico, ich finde aber es schmeckt beides.

Kali Orexi!