Ich hätte nicht gedacht, dass der Artikel über die Reggae-Variante des traditionellen Liedes und Tanzes Ikariotikos (Ικαριότικος) eine derartige Nachfrage erzeugen würde. Aus diesem Grund widme ich diesen Artikel nochmal dem Thema Ikaria (Ικαρία) und dem Tanz Ikariotikos (Ικαριότικος).
Den Namen hat die Insel Ikaria (Ικαρία), sowie auch das umgebende Meer (Ικάριο Πέλαγος) der mythologischen Helden Ikarus (Ίκαρο), Sohn des Erfinders, Baumeisters, Künstlers und Handwerkers Daidalus (Δαίδαλος) zu verdanken. Der Sage nach ist dieser auf der Flucht aus Kreta nach Athen mithilfe selbstgebauter Flügel hier in der Nähe der Insel ins Meer gestürzt und wurde von seinem Vater Daidalus auf der Insel Ikaria beerdigt.
Geschichtlich hat die Insel eine durchwachsene Vergangenheit erlebt, die ich hier nicht ausführlich behandeln kann, jedoch gibt es diverse Quellen im Internet die ein stundenlanges Stöbern ermöglichen. Einen kleinen Einblick kann man sich bei Wikipedia verschaffen. Weitere Informationen zur Historie der Insel gibt es auf der offiziellen Webseite in griechischer und englischer Sprache sowie auf der Seite island-ikaria.com (ebenfalls in englisch).
Ungefähr im 8. Jahrhundert v.Chr. wurde die Insel besiedelt und ist seitdem Bestandteil der Geschichte vieler Epochen und Kriege gewesen. Der zweite Weltkrieg brachte die italienischen Besatzer auf die Insel, später die Deutschen. Nach dem Weltkrieg folgte unmittelbar der griechische Bürgerkrieg zwischen Nationalisten und Kommunisten (1946–1948). Die neue griechische Regierung, gebildet aus den siegreichen Nationalisten, benutzte die ausgezehrte Insel als Exil-Ort zur Unterbringung von bis zu 13.000 Kommunisten in Verbannungslagern.
Nicht desto trotz ist das Leben und die Musik auf der noch immer “natürlich” geblieben Insel in ganz Griechenland bekannt und gern gehört. Zurück also zum eigentlichen Thema, der traditionellen Musik von Ikaria. Die Seite island-ikaria.com bietet originale Musikstücke der traditionellen Musik zum Reinhören (im MP3 Format) an. Hier kann man den traditionellen Klängen in einer MP3 Streaming Box lauschen. Nicht erschrecken, die Seiten sind ziemlich spartanisch aufgebaut doch lohnt sich der Besuch allemal.
Ich selbst war noch nie auf Ikaria und habe auch keine direkte Verbindung dazu, höre jedoch automatisch immer auf, sobald die ersten Klänge des Ikariotikos (Ικαριότικος) irgendwo zu hören sind. Klänge und Töne die man nie wieder vergisst.
Hier noch ein Link zu Googlemaps für alle die sich Ikaria mal per Satellit anschauen möchten.
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